Karlau-Häftling schabte Loch in Zellenwand

Wärter verhindern Suizid des Karlau-Mörders und einen Ausbruch

Die Karlau kommt nicht zur Ruhe: Nur Wochen nach Mord und Schlägerei im Knast kam es in 24 Stunden zu einem beginnenden Ausbruchsversuch und einem Suizidversuch.

Erst Mitte Juni geriet die Grazer Justizanstalt Karlau in die Schlagzeilen. Ein wegen Drogendelikten verurteilter Insasse (22) hatte über die Haftsprechanlage Alarm geschlagen: Als die Justizwachebeamten die Zelle öffneten, war der 34-jährige Mörder aus Klagenfurt bereits tot. Daneben stand jener Mann, der ihm mit einem Tischbein den Schädel eingeschlagen hatte – ein ebenfalls wegen Mordes verurteilter 33-Jähriger aus Oberkärnten.

Der Mörder unter Mördern gilt seither als suizidgefährdet und ist in einer videoüberwachten Zelle untergebracht. Was ihm am Mittwochvormittag das Leben gerettet haben dürfte. Dem Anschein nach wollte er sich mit Kleidungsstücken erhängen. Doch die Justizwachebeamten, die ihn am Monitor im Auge behalten, griffen rechtzeitig ein und verhinderten den Selbstmordversuch.

Putz der Außenwand war auf 30 mal 30 cm entfernt

Schon am Dienstag haben die Justizwachebeamten einen Ausbruchsversuch vereitelt, bestätigt der stellvertretende Karlau-Chef, Oberstleutnant Gerhard Derler: “Im Zuge der täglichen Haftraumkontrollen haben unsere Mitarbeiter an der Außenwand entdeckt, dass der Insasse dort offenbar ein 30 mal 30 Zentimeter großes Loch graben wollte.” Der Putz war schon entfernt. Der vermeintliche Ausbruchsversuch des wegen Vermögensdelikten einsitzenden Osteuropäers ist damit vereitelt, die Justizwachebeamten hätten wieder bewiesen, dass sie gute Arbeit leisten, sagt der stellvertretende Anstaltsleiter.

Quelle: https://www.kleinezeitung.at

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